Neben gesundheitspolitischen und -ökonomischen Aspekte machen neue Kenntnisse zu Nutzen und Schaden verschiedener Verfahren des Gebärmutterhalskrebs-Screenings eine Neubeurteilung der Untersuchungen zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs wünschenswert.

  • Bisher existiert in der Schweiz ein opportunistisches Screening, welches vor allem zytologisch basiert ist.
  • Das opportunistische Screening bringt gesundheitspolitische und ökonomische Probleme mit sich. Einerseits ist der Zugang für gewisse vulnerable Bevölkerungsgruppen nicht gewährleistet, andererseits besteht die Gefahr einer Überversorgung in anderen Bevölkerungsgruppen.
  • Es gibt neue Testverfahren für Hochrisiko-Typen von humanen Papillomaviren (hrHPV), die für ein Gebärmutterhalskrebs-Screening vorgeschlagen werden – und allenfalls statt der Zytologie-Beurteilung des Abstrichs verwendet werden könnten.
  • Die «US preventive services task force» (USPSTF) hat 2018 die Evidenz geprüft, um Nutzen und Schaden verschiedener Verfahren des Gebärmutterhalskrebs-Screenings zu vergleichen – und dazu Empfehlungen herausgegeben.
  • Die Schweizerische Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (SGGG) hat im März 2018 neue Empfehlungen zum Gebärmutterhalskrebs-Screening herausgegeben. Diese werden von einem Teil der Gynäkologinnen und Gynäkologen nicht mitgetragen.

Dokumente

Einladung zur Angebotsabgabe für einen Scoping-Bericht bis am 10. Juli 2019